keine Garantie fürs Abnehmen

Wenn´s mit dem Abspecken nicht klappt, heißt das noch lange nicht, dass gemogelt wurde: Diätfrust kann auch körperliche Gründe haben, und dann hilft nur ein "Body Check". In der neuen Ausgabe der Zeitschrift FÜR SIE beschreibt Sven David Müller, Ernährungsberater und Geschäftsführer der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, die wichtigsten Ursachen für das Scheitern von Diäten.
Nur die Hälfte von allem zu essen kann frustrierend sein. Während Männer schon nach drei Tagen "FdH" an Bauchumfang verlieren, funktioniert das bei Frauen nicht. "Sie nehmen grundsätzlich langsamer ab als Männer", betont Müller. Ursache dafür seien die Gene, denn für Frauen sei ein dickeres Unterhautfettgewebe programmiert.
 Auch Sport ist keine Garantie fürs Abnehmen. Bodybuilding baut Muskeln auf, und die wiegen mehr als Fett. "Die effektivsten Fettverbrenner sind Ausdauersportarten wie Jogging, Walking oder Skilanglauf", sagt Müller. Zudem verbraucht ein sportlicher Körper im Ruhezustand mehr Energie als ein untrainierter.
Ein gestörter Hormonhaushalt kann das Abnehmen ebenfalls verhindern. Ursache ist oft eine Unterfunktion der Schilddrüse, man fühlt sich schlapp und nimmt zu. Hier hilft die Einnahme von Schilddrüsen-Hormonen. Auch Hormonpräparate, Psychopharmaka und die Pille können das Abnehmen behindern. Sie bewirken zudem, dass verstärkt Wasser im Körper eingelagert wird. Häufig hilft der Umstieg auf andere Präparate nach Rücksprache mit dem Arzt.
Bei Lebensmitteln sollte man auf "versteckte Dickmacher" achten. Sie sind beispielsweise in Produkten wie Käse, Wurst und Chips enthalten, auf deren Packungen die Nährwertangaben fehlen. "Light"-Produkte sind nicht automatisch kalorienarm, oft wird nur der Zucker ausgetauscht.